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Wintertreffen 2011
mit Elefanten im Bayrischen Wald

Gerade habe ich die Räder mit der Straßenbereifung von meinem Motorrad abmontiert, da klingelt das Handy. Ein Bekannter, welchen ich in der Neujahrsnacht nicht erreicht hatte, wünscht mir ein schönes neues Jahr.

Es ist der zweite Januartag und ich bereite mein Bike auf das alljährliche Wintertreffen vor, indem ich unter anderem die Räder mit der Stollenbereifung montiere.

Seit Tagen schneit es. In den Höhenlagen von Thüringer Wald und Erzgebirge wird man dem Schnee kaum noch Herr. Das wird endlich mal wieder ein Wintertreffen welches sich seinen Namen verdient hat !
Doch es kommt mal wieder anders als man denkt. Zwei Tage vor dem ersehnten Winterausritt tönt es aus dem Radio von mehreren regionalen Sendern: “das Motorrad Wintertreffen auf Schloß Augustusburg fällt wegen zu viel Schnee aus!”
Ja sind denn die verrückt !! Welchen Bürohengst und Warmduscher haben die denn ans Ruder gelassen? Für ein Wintertreffen kann es nicht zu viel Schnee geben !!! Scheiße!

Nachdem ich mir in einem Telefonat mit meinem Freund und Mitfahrer über diese Idiotie Luft verschafft habe, beschließen wir die Gelegenheit zu nutzen und endlich einmal zum Elefantentreffen zu fahren.

Dieses findet ebenfalls jedes Jahr im Januar statt. Nur statt am zweiten ist es hier das letzte Wochenende. So heißt es noch ein paar Tage gedulden bis zum ersten Ausritt im neuen Jahr.

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Endlich ist es soweit, Freitag der
28. Januar. Mit Gerhard treffe ich mich auf einem Parkplatz an der A71. Denn wir wollen diesmal nicht Richtung Osten sondern Richtung Süden, dahin wo die Sonne scheint.
Und dieses Jahr ist unsere Anfahrt etwa 250km länger als bei vergangenen Wintertreffen.

Aus diesem Grund habe ich mir für die Stiefel ein Paar beheizbare Einlegesohlen gegönnt.

Ab Mittag meint es dann auch Väterchen Frost gut mit uns, die Sonne wärmt angenehm unsere Anzüge auf und die Temperaturen bleiben im einstelligen Bereich (unter Null).
Unsere Autobahnabfahrt ist schon fast in Sicht als Gerhard immer langsamer wird und schließlich stehen bleibt.

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Mitten auf der Piste muss er erstmal nachfüllen. Wie gut das wir einen vollen Kanister mithaben.

Es ist spät als wir endlich das Treffen erreichen. Und es sind mehr Biker hier als wir vermutet hätten. Wir müssen lange suchen bis wir einen Platz für unser Zelt finden.
Anderes als zum Wintertreffen auf der Augustusburg wird beim Elefantentreffen abseits von dem kleinen Örtchen Loh grundsätzlich auf grüner, nein , weißer Wiese gezeltet.

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Samstag, letzte Nacht sank das Quecksilber auf -9°C. Doch nun genießen wir die Sonne, schlendern über das Gelände, beobachten das Treiben welches übliche Bikerspielchen beinhaltet und schlürfen ein paar Glühwein.

So manch interessante Kuriosität war hier zu bestaunen.

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Wir haben ein richtiges Winter Wochenende. Die Temperatur sinkt weiter bis -15 Grad. Schaut man über das Tal, in dem einige hundert Zelte stehen, brennen inzwischen fast eben so viele Lagerfeuer und spenden wohlige Wärme. Nachteil ist jedoch, das bei Windstille eine Glocke aus Qualm das Tal einhüllt und das atmen schwer fällt.

Am Sonntag morgen ist alles von einer dicken Schicht Reif bedeckt. Unser Brot ist gefroren und während der erste Kaffee die Kehle hinunterrinnt tauen wir es über dem Feuer auf.
Später packen wir Zelt und alles andere zusammen und treten die Heimfahrt an.
Wieder haben wir herrlichstes Wetter, ich genieße die Sonne auf meinem Gesicht und unter dem Visier wärmt diese
gut. Noch ein Käffchen unterwegs und bald geht auch dieses Winterteffen in die Annalen der Bikerkarawane ein.

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