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Im Grenzgebiet von Deutschland, Luxemburg und Belgien sorgen edelste Kurvenschmankel in allen erdenklichen Radien für Schräglagen mit garantiertem Spassfaktor

Donnerstag vor Pfingsten 2008, meine neue Maschine - nun eine GS - steht endlich vor meiner Haustüre. Nur zugelassen ist sie noch nicht. Also check ich nochmals die zugehörigen Papiere um mich dann ein paar Stunden auf der Zulassungsstelle zu vergnügen. Doch was sehe ich, während dem Tausch der Maschinen beim Händler muss ich die Papiere verwechselt haben und nun fehlen der richtige TÜV und ASU Schein. Das Drama was nun folgte möchte ich euch lieber ersparen. Nach viel Aufregung jedenfalls stand ich am Freitag vormittag endlich vor der Dame in der Zulassungsstelle und am Nachmittag montierte ich die Kennzeichen.
(Dank nochmals an meinen Händler, der mir kurzfristig die fehlenden Papiere besorgte)
Fast wäre es für mich eine Autotour geworden.

BikeGS 1

Drei Tage mit Bike, Freunden und laut Wetterfrosch ganz viel Sonne. Samstag morgen, ich blicke in einen strahlend blauen Himmel. Es stimmt ausnahmsweise, was Kachelmann und Co vermeldet hatten, prima. Kaffee, der Morgensemmel, dann in die Motorradkombi gesprungen, die Koffer ans Bike - oh, doch schon so spät. Na zum Glück treffen wir uns an einer Tanke gleich neben der Autobahn. Dort angekommen lasse ich die Luft aus dem Spritbehälter meiner neuen GS mit noch druckfrischem Kennzeichen. Nun hielten wir uns nicht mit langen Begrüßungsorgien auf und starteten gleich unserem Ziel entgegen. Dies sollte dieses mal ganz im Westen Deutschlands liegen.

Um erstmal etwas Strecke zu machen, fliegen wir über A4 und A5 Giessen entgegen und wechseln dort auf die B49 bis Limburg. Dann noch ein Stück A3 bis Koblenz und wir tauchen ein in die Metropole am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

10Samstag (00)

Hier kämpfen wir uns durchs Gewühl und finden am Deutschen Eck einen günstigen Parkplatz. Inzwischen meint es unser Zentralgestirn sehr gut mit uns, so das wir als erstes einen schattigen Tisch im Garten einer etwas besseren Imbissbude ansteuern. Schnell gleichen wir das Defizit in unserem Flüssigkeitshaushalt aus. Auch ein Happen für den knurrenden Magen fällt ab.

Frisch verpflegt laufen wir mehrere Meter bis zur Spitze vom Deutschen Eck. Die Besichtigung der “imposanten” Vereinigung von Deutschlands berühmtesten Strömen Rhein und Mosel geht mit ein paar weniger spektakulären Fotos schnell seinem Ende entgegen. Inzwischen hat die Sonne den Inhalt unserer Motorradkombis schon wieder unangenehm aufgeheizt, so genehmigen wir uns noch ein kühlendes Eis.

Auf dem Restlichen Weg zu der Stätte, an welcher wir unsere Nachtruhe halten wollen, liegt Schloss Bürresheim. Kurz entschlossen und weil wir gut in der Zeit lagen, schauten wir uns hier noch einwenig um.
Etwas später streben wir unserem schönen Hotel im Mittelgebirge von Eifel und Ardennen entgegen. Bordzeit 15:30Uhr, die nette Dame aus dem Navi meldet “willkommen am Reiseziel”. Nur, wo war unser Hotel? Nachdem wir zwei mal daran vorbei gefahren waren, haben wir aber doch noch die versteckte Einfahrt gefunden.

Streit darüber wer oben schläft gab es zum Glück nicht

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Pension

Schnell sind die gemütlichen Zimmer aufgeteilt und nach einer erfrischenden Dusche lassen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen und ein paar Bierchen in Ruhe ausklingen.

Samstag morgen blinselt schon früh die Sonne durch die Fenster in unsere Zimmer.
Den neuen Tag möchten wir nutzen, diese schöne Region Deutschlands und des angrenzenden Luxenburg kennen zu lernen.
Aber erstmal ist Frühstück.

Sonntagrunde
10Samstag (62)

Während die einen bis kurz vor dem Frühstück in den Betten lagen, zog es andere schon vorher hinaus zu einen morgendlichen Spaziergang rund um den See, an welchen unsere Pension lag.
Schön, den so konnte dieses Foto vom Sonnenaufgang entstehen.

Wir wollen etwas sehen von der teils aussergewöhnlichen Natur, wollen uns abseits der gut ausgebauten Bundesstrassen bewegen und uns einige der interessantesten Bauwerke anschauen.
Wir finden engste Kehren mit alpinem Charakter, nur nicht ganz so viele, kleinste Strassen mit berauschender Kulisse an welcher wir uns manchmal kaum satt sehen können und imposante Bauwerke aus neuzeitlichen und längst vergangenen Epochen.

11Sonntag (29)

Mal die Nachbarn belauschen?
Mit diesem Radioteleskop, welches eins der beiden größten freibeweglichen Radioteleskope der Welt ist, sicher kein Problem. Es ist nur etwas groß für den heimischen Vorgarten.

Seit Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts wird Radioastronomie betrieben. Seitdem hat sich die Technik rapide entwickelt und die Radioastronomie wurde sicher zu einer der bedeutendsten Disziplinen, welche sich mit mit der Erforschung des Universums befassen.

Wir waren sehr beeindruckt von den Dimensionen und der Technik welche die punktgenaue Bewegung solcher Massen ermöglicht.

11Sonntag (31)

Kleine Strassen, wie diese, führten uns zu unserem Nächsten Ziel. Das dabei eine der Strassen mitten durch einen Bauernhof führte störte uns weniger. Der Bauer wollte uns ins Gewissen reden, wir sollten doch diverse Verkehrszeichen beachten, nahm es aber doch gelassen.

CHATEAU DE VIANDEN

Die Hofburg Vianden, erbaut vom 11. bis 14. Jahrhundert, ist eine der grössten und schönsten feudalen Residenzen der romanischen und gotischen Epoche. Bis zum 15.Jh. Wohnsitz der Grafen von Vianden wurde die Burg 1417 ins deutsche Haus Nassau vererbt. Ab 1820 wurde die Burg leer geräumt, teilweise zerlegt und verfiel dann zur Ruine. 1977 wechselt die Burg in Staatsbesitz und zählt nun, nach ihrer Restaurierung, zu den bedeutendsten Baudenkmälern Europas.

Was jetzt folgt, ist wohl einmalig in Europa.
Ich kann es nicht in Worte fassen, die Felsformationen sind einfach phantastisch. Hier windet sich unsere Strasse durch ein Tal, vorbei an überhängenden Felsen wie man es in einem Mittelgebirge kaum erwartet hätte. Durchfahrten, so schmal das zwei Blechdosen nicht gleichzeitig hindurch passen, fast kommen wir uns vor wie in einem Cannyen. Felsspalten, vom Wasser der Jahrhunderte ausgespült, ragen wie Schlote empor.

Auf einem Parkplatz machen wir Pause für ein Fotoshooting und bekommen eine Lehrvorführung in “wie stelle ich mein Motorrad NICHT ab”. Ein Biker (keiner aus unserer Gruppe) hatte seine Maschine mit dem Seitenständer bergauf abgestellt. Hierdurch stand sie sehr gerade und bekam irgendwann Übergewicht zur dem Ständer abgewandten Seite, was sich dann in lautem Scheppern bemerkbar machte. Schnell sprangen hilfreiche Hände hinzu und wohlgemeinte Ratschläge hagelt es auch sofort.
Unter Blätterdächern hindurch fahren wir, abgeschirmt von der Wärme unserer Sonne, wie in einem Tunnel wieder aus dem Tal heraus und unserer Unterkunft entgegen um dort noch einen sehr angenehmen Abend zu verbringen..

letzter Tour- und Feiertag

12Montag (00)

Montag morgen, die Arbeit noch so fern, Sonnenstrahlen streichen über die Bettdecke, das Leben kann so schön sein. Wir nehmen Platz an einem nur für uns fertig eingedeckten Frühstückstisch. Ein jeder ist bester Laune, lässt es sich schmecken. Als wir etwas später auf die Bikes steigen, möchte Zeus uns nochmals belohnen und beschert uns auch für diesen Tag echt Gute-Laune-Wetter.

Mit einer fast 1000 jährigen Geschichte ist die Burg Eltz eine der ältesten und schönsten Burgen in Deutschland. Das sie auch eine der best erhaltenen ist, liegt in dem Umstand begründet, das diese Burg in ihrer langen Geschichte niemals Opfer von Feuer oder zerstörerischen Eroberungen wurde. Wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhundert erbaut liegt die Burg an einer alten Rute welche die Mosel mit der Eifel und dem Maifeld verband. Auf drei Seiten von der Elz umflossen, ragt sie auf einem 70m hohen elliptischen Felskopf empor, der zugleich das Fundament ist und die teils ungewöhnlichen Grundrisse der Räume bestimmt.

12Montag (01)

Das wir die Burg nicht sehen, liegt nicht an unseren alternden Augen, sondern sehen kann ein jeder die Burg erst, wenn man am Rand des Talkessel steht, in welchem die Burg hinein gebaut wurde. Das bietet uns die Möglichkeit mit einem schönen Blick von oben die Burg anzuschauen und offeriert uns auch gleich den extrem steilen Abstieg. Und diesen muss man auch wieder hinauf, denn der Parkplatz befindet sich am oberen Rand des Talkessel. Glücklicherweise gibt es für lauffaule Biker (wie mich) einen Shuttleservice zwischen Parkplatz und Burg.

Zum Mittag gönnen wir uns ein schattiges Plätzchen am Rhein. Wir haben auch ganz einfach eine Pause zum Auslüften nötig.

Mit einer Fähre über grosse Flüsse zu fahren hat noch immer einen gewissen Reiz, auch wenn ich nicht erklären kann warum.

Zwei Monate später sollte ich diesen Reiz bis zum abwinken kennen lernen. Aber davon mehr im Bericht zur nächsten Tour.

12Montag (49)

Wir begleiten noch ein kleines Stück den Rhein und schwenken dann ein in Richtung unserer schönen Heimat Thüringen.

Die Eifel war uns diese Reise wert und es war sicher nicht das letzte Mal, das wir diesen Teil Deutschlands unter die Räder genommen haben.

Tourer
paar paar